Liebe Margit,
nachdem du mir die Geschichte von Sandro erzählt hattest, habe ich mich auf die Suche nach ihm gemacht. Wie du mir sagtest wurde Sandro, ein kleiner "Italiener", von Tierfreunden nach Deutschland in eine süddeutsche Pflegestelle gebracht. Schon kurz darauf konnte er an ein in der Schweiz lebendes deutsches Ehepaar abgegeben werden. Wie du jedoch über Umwegen erfahren hast, liess sich dieses Ehepaar mittlerweile scheiden und sie haben Sandro wegegeben. Wo er aber geblieben ist wusste niemand.
Ich habe dann übers Internet die neue Adresse vom ehemaligen Besitzer herausgefunden. Am selben Abend habe ich dann diesen Herrn angerufen. Ich schilderte ihm, dass ich auf der Suche nach Sandro wäre, da sich "Collie in Not" Sorgen mache über seinen Verbleib. Herr X war sehr erbost über meinen Anruf und wollte zuerst gar nichts wissen von einem Hund namens Sandro und überhaupt, woher ich seine Telefonnummer hätte. Als ich ihn dann noch darauf aufmerksam machte, dass er einen Vertrag unterschrieben hätte in dem steht, dass der Hund wieder zurück zu "Collie in Not" gehen müsse, rastete er vollends aus und drohte mir mit seinem Anwalt. Die ganze Sache ginge mich überhaupt nichts an. Er wollte mir partout nicht sagen was mit Sandro passiert ist. Ich vermutete schon das schlimmste und irgendwie kam mir die ganze Sache nicht ganz koscher vor. So reagiert doch nur jemand der ein sehr schlechtes Gewissen haben muss.