SELBST  GEMACHTE  LECKERLIS
Es macht etwas Arbeit, dafür weiß man aber was der Hund frisst.
Wenn man sich die Inhaltsangaben der zu kaufenden Leckerchen anschaut, kann man das kalte Grausen bekommen: Tierische und pflanzliche Nebenerzeugnisse (Federn, Hufe, Urin, Erdnussschalen, Sojaschalen usw.) Zucker (Saccaride) Farb- u. Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, Fleisch bzw. Fleischmehl (ohne Angabe von welchem Tier, kann man davon ausgehen, das es Kadaver sind, verendete Kühe, Hunde, Katzen). Man beachte auch die Reihenfolge der Auflistung der Inhaltsstoffe, da stehen dann Mineralien vor Fleisch, was heißt, es sind mehr Mineralstoffe als Fleisch enthalten, Fleisch so zu sagen in Spuren.
Es gibt getrocknete Kauartikel und Leckerchen (Schweineohren, Schlund, Hühnerhälse usw.) zu kaufen, nur steht leider in den seltensten Fällen dabei, wie es getrocknet wurde und ob chemische Hilfsmittel zugesetzt wurden. Manchmal wird das Fleisch chemisch enthaart oder chemisch behandelt, damit es nicht ranzig wird, und es werden Farbstoffe eingesetzt, damit es schöner aussieht.

Hilfsmittel:

Sehr hilfreich zur Herstellung von eigenen Leckerchen ist ein Dörrkasten. Die gibt es fertig zu kaufen (haben dann meist ein Heizgebläse) aber sind auch ganz einfach selber gemacht, wenn man die Sonne als Hitzequelle nimmt.
Man kann eine Fettpfanne aus dem Backofen nehmen und eine Glasscheibe drauf legen (ab und zu lüften damit die Feuchtigkeit abziehen kann).
Einen Holzkasten bauen ( Größe eines Backbleches), seitlich an Lüftungslöcher denken und oben eine Glasplatte drauf, das Trockengut auf einem Backblech hinein stellen.
Man kann natürlich auch sehr aufwendige Dörrschränke mit Türen und Lüftungen bauen, je nach Lust und Talent.
Darin kann man bei schönem Wetter alles an Fleisch und Innereien trocknen, dessen man habhaft werden kann: Rinderlunge, Fleisch, Fisch, Rinderherz, Sehnen usw.
Es empfiehl sich, das Fleisch klein zu schneiden, dann trocknet es schneller. Rinderlunge kann man leicht anfrieren oder auch einfrieren, dann läßt sie sich besser schneiden.
Wem das zu mühselig ist oder wer keinen Garten oder Balkon hat um das Gerät aufzustellen, kann das alles natürlich auch im Backofen trocknen, bei etwa 150°, dauert aber mehrere Stunden und riecht für Hunde sehr verführerisch.


Leckerchen aus dem Backofen

1) Weiche Thunfisch Leckerchen:

2 Dosen Thunfisch im eigenen Saft
2 Eier
Knoblauchgranulat
Ca 200g Mehl

Alles vermischen, bis ein zäher Brei entsteht, ein Backblech mit Backpapier auslegen, den Brei darauf verteilen und bei 150° gut eine halbe Stunde im Ofen backen. (Er wird fester, wenn man den Teig zwischendurch wendet.)
Nach dem Abkühlen klein schneiden und im Kühlschrank aufbewahren. Geht unheimlich einfach und schnell und Hunde finden dies absolut Klasse. Sehr gut geeignet für den Hundeplatz, weil sie weich sind und schnell verschluckt werden.

2) Kekse:

500g gekochtes, im Mixer oder Fleischwolf zerkleinertes Fleisch (Leber, Herz, Fisch)
1 Ei.
200g Gemüsebrei (gekocht und püriert) oder 1 Babygläschen Gemüse
Zusätze wie Kräuter und/oder Knoblauch
Öl (Olivenöl, Distelöl, Walnussöl usw)
Mehl, bis ein fester Teig entsteht (die Menge hängt von der Feuchtigkeit der Zutaten ab)

Alles vermischen bis ein fester Teig entsteht, auf einem gefetteten Backblech ausrollen oder mit Plätzenausstechern Formen ausstecken. Bei 180° ca. 1 Stunde backen.
Wenn das Fleisch und das Gemüse roh verwendet werden, dauert es entsprechend länger.
Dieses Rezept kann man nach Phantasie und Inhalt des Kühlschrankes variieren.

3) Harte Kekse ohne Fleisch:

125 ml Buttermilch
250 g  Vollkornmehl oder einfaches Mehl (Weizen, Dinkel, Roggen)
½ TL Salz
50 g Margarine (flüssig) oder Öl
Kräuter

Alles zu einem Teig verkneten und eine halbe Stunde ruhen lassen, in Formen schneiden oder ausstecken, dann bei 180° ca.  1 Stunde backen und dann im Backofen auskühlen lassen

4) Kekse mit Quark:

200g Haferflocken
150 g Magerquark
6 El. Milch
6 El. Öl
1 Ei

Verkneten und bei 200° ca. 30 Minuten backen
Weitere Rezepte für einfache und haltbare Hundekekse

Alle Zutaten sind beliebig zu verändern und auszutauschen, hier ist Kreativität gefragt. In welche Form die Kekse gebracht werden, ist der Phantasie des Bäckers überlassen. Entweder mit Formen ausstechen oder von Hand formen, am einfachsten sind kleine Rollen oder Kugeln, vom Teig abtrennen und platt drücken. Alle Kekse werden bei 180 ° etwa 40 Minuten gebacken, hängt von der Dicke des Teiges ab, zur Halbzeit die Kekse einmal umdrehen.
Viel Spaß und guten Appetit den Hunden


a) Dinkelkekse mit Kräutern

Dinkelmehl, Petersilie, Brennessel, Leinsamen,
Gemüsebrühe, Öl (Olivenöl oder anderes)
alles zu einem Teig verkneten, in Form bringen
und backen.
b) Kokoskekse

Weizenvollkornmehl, Kokosflocken, Leinsamen, gemahlene Haselnusskerne, Öl, Schmelzflocken, Brühe alles zu einem Teig kneten, in Form bringen und backen
c) Spirulinakekse

Weizenvollkornmehl, Spirulinapulver, Petersilie, Brennesseln, Schmelzflocken, Brühe, Öl zu einem Teig kneten, in Form bringen und backen.
d) Nusskekse

Weizenvollkornmehl, gemahlene Haselnusskerne, gehackte Kürbiskerne, Hefeflocken, Honig, Brühe, alles zu einem Teig kneten, in Form bringen und backen
e) Weizenvollkornkekse mit Kräutern

Weizenvollkornmehl, Petersilie, Knoblauchgranulat, Hefeflocken (Bierhefe), Öl (Distelöl), Brühe (Gemüse) alles zu einem Teig verkneten, in Form bringen und backen.
f) Möhrenkekse

Weizenvollkornmehl, gemahlene Haselnüsse, Kokosflocken, Schmelzflocken, Möhrensaft, Distelöl zu einem Teig kneten, in Form bringen und backen.