Liebe Frau Koopmann!
Nach längerer Pause wollen wir mal wieder "hallo" sagen...
Nach 6 Wochen schwerer Krankheit ist unsere Anka jetzt so ganz langsam wieder die Alte. Stellen Sie sich vor, sie hatte eine Gehirnhautentzündung, übertragen durch einen Zeckenbiss! Ich hatte schon ein paar Tage lang den Verdacht, dass sie "irgendwie" nicht in Ordnung ist, sie war beim Spaziergang recht langsam und auch sonst nicht soo munter, wir schoben das aber auf die Hitze, die wir Ende April hatten! Wenn wir gewusst hätten... Jedenfalls ist sie auf einmal umgekippt und hatte regelrechte Krämpfe, danach hatte sie fast 41 Fieber. Zu Tode erschrocken bin ich sofort zu unserem Doc gefahren (Gott sei Dank ist das ein Tierarzt der alten Schule, einer der immer daheim ist und für den es kein Wochenende gibt...) Der hat gleich festgestellt, dass der Nacken ganz steif war und sie ungern den Kopf bewegen ließ, sie musste unheimliche Kopf- und Nackenschmerzen gehabt haben.
Wir hatten das ganze Frühjahr durch so überdurchschnittlich viele Zecken, dass wir pro Tag bis zu 30 Stück von beiden Hunden entfernten. Trotz Ex-Spot und auf ganz normalen Wegen, nicht mal im Wald ...
Jedenfalls haben wir das arme Ankalein mit Antibiotika bis zum Hals vollpumpen müssen, aber das Schlimme war, dass trotz 3 verschiedenen Sorten keines angeschlagen hat. Es ging ihr immer schlechter, die Blutwerte waren ganz schlecht, dazu kam dann noch, dass der Virus wohl Herz, Leber und Niere angegriffen hatte. Tagelang war´s wirlich in der Schwebe, sie lag nur noch desinteressiert rum. Gefressen hat sie, weil sie auch noch Cortison bekommen hat, aber sonst war nicht viel mit ihr los. Das Fieber wollte und wollte nicht sinken, über 3 Wochen lang hatte sie täglich über 39.5 Temperatur, kein Wunder war sie so desinteressiert...
Erst durch die 4malige Gabe von Interferron (bekannt aus der Krebsbehandlung, soll die Körper eigenen Abwehrstoffe anregen, sich zu reproduzieren und die Viren zu bekämpfen, leider furchtbar teuer, 1 Spritze kostet 90 Euro, ist´s aber wert...) hat sie´s geschafft!
Endlich ging das Fieber runter und langsam, gaaaanz langsam ging es unserem "Mädele" sichtbar besser. Ich hatte ja Angst, dass irgendetwas zurückbleiben würde, unser Tierarzt hatte mich gewarnt und gemeint, es könne durchaus sein, dass sie einen "Knacks", was das Verhalten betrifft, zurückbehält, auch motorische Störungen wären möglich gewesen. Aber gerade in den letzten Tagen meine ich behaupten zu können, dass es nun wirklich aufwärts geht, sie fängt sogar wieder an, zum Spielen aufzufordern, allerdings wird sie wohl noch über Wochen Gliederschmerzen haben, sagt der Doc, aber Hauptsache sie wird wieder!
Flori hat sich ganz toll verhalten in der ganzen Zeit, er hatte regelrecht Verständnis, dass wir auf 2 Etappen spazieren gingen, erst ein paar Schritte mit Anka, dann Anka heimbringen und nochmal eine größere Tour mit Flori. Auch sonst hat er sich ganz toll gemacht, wir hatten noch nie einen so dermaßen intelligenten Hund, ich könnte stundenlang Geschichten erzählen, und was er alles versteht, es ist unglaublich...
Die schlimme Hitze bei uns in der letzten Zeit scheint beiden nichts auszumachen, tagsüber gehen wir natürlich keine großen Strecken nur "für die Not", und abends werden sie dann an den Beinen abgeduscht und fühlen sich danach pudelwohl. Für Flori haben wir ein Planschbecken gekauft, das er doch auch tatsächlich immer mal wieder aufsucht und sich reinstellt, wenn´s ihm zu warm wird! Anka ist nicht so begeistert davon, sie ist eher wasserscheu, nur in den Bach geht sie gerne (wobei ich da wieder Angst haben muss, sie holt sich was
.)
Himmel, jetzt habe ich einen Roman geschrieben...! Ich hänge noch schnell ein paar Bilder an (leide noch keine von Florian im Bade
)
Ganz herzliche Grüße, Sibylla Zeyer und der Rest
PS: Die beiden sind doch tatsächlich die ersten Collies, die wir haben, die absolut keine Angst vor Gewitter haben!!!