Während dieser großen Sorge machte meine Frau noch ihre Ausbildung zur Hundephysiotherapeutin zu Ende. Beruflich und privat veränderten wir uns und zogen nach Datteln, wo wir uns ganz in Sachen Hunde selbstständig gemacht haben.
Die ersten paar Tage musste Calley auch hier noch den Trichter tragen. Dann aber schlagartig konnten wir den Trichter weglassen. Sie beißt sich nicht mehr wund und ist wie ausgewechselt. Sie liebt es spazieren zu gehen und mit ihrem Hundepartner und uns Menschen zu toben (siehe Bild). Beide, Shadow und Calley, haben inzwischen ein inniges Verhältnis zueinander aufgebaut. Es ist nach dieser anfänglich sehr schweren Zeit schön zu sehen, dass es sich so noch ergeben hat. Nach wie vor ist sie Menschen gegenüber sehr aufgeschlossen und freut sich über jeden Besuch. Im Umgang mit anderen Hunden war sie anfangs sehr ängstlich, doch nun wird sie forscher und setzt sich auch schon mal durch. Es wird immer besser. Sie entwickelt sich langsam zu einer selbstbewussten Hundedame.
Als ich an einem animal-learn-Seminar mit der norwegischen Hundetrainerin Turid Rugaas teilnahm und diese über die Verhaltensweisen von Tierheimhunden sprach, die in völlig andere Lebensumstände wechselten, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Es war alles nur stressbedingt. Zwar erklärt es merkwürdigerweise immer noch nicht die diagnosti-zierte Hausstaubmilbenallergie, aber Probleme hat sie ja jetzt zum Glück keine mehr. Eine große Hilfe war uns auch Liane Rauch aus Bayern, die ja den Kontakt zu Ihnen herstellte.
Viele Grüße, Carlheinz P.