AMÉLIE  &  SERENA
Liebe Frau Koopmann, lieber Herr Koopmann,
regelmäßig besuchen wir Ihre Homepage im Internet und halten uns so auf dem Laufenden. Die negativen Nachrichten nehmen zur Zeit leider kein Ende. Deshalb wollen wir zumindest etwas zur Besserung der Lage beitragen.
Anlässlich meines Geburtstages habe ich meine Freunde gebeten mir keine Geschenke zu machen. Statt dessen habe ich für Collie in Not gesammelt. Ich bin richtig froh über meine Entscheidung, denn so sind 250,-- Euro für die „Nothunde“ zusammen gekommen.
Ich hoffe, das Geld trägt ein wenig zur Linderung der akuten finanziellen Probleme bei.
Unsere beiden Schätze (Amélie und Serena) haben sich in den gut 1 ½ Jahren bei uns prächtig entwickelt. Beide Mädchen hören vorbildlich und wir werden sehr häufig auf das gute Benehmen der Hunde angesprochen. Sie sind absolut pflegeleicht, sieht man von den Haaren und dem „Dreck“ ab, den speziell Amélie gerne mit ihrem Fell ins Haus trägt. So hat sie auch einen ihrer Spitznamen (Frau Schmutzel) erhalten. Im Garten versucht sie, Gott sei Dank ohne Erfolg, alle Hummeln zu fangen die an ihrer Nase vorbei fliegen. Wir nennen sie daher gerne „Hummelbienchen“. Ist mal gerade kein Bienchen in Sicht dreht sie ihre Runden um den Gartenteich, denn es gibt immer genug interessante Geräusche, denen man ja mal auf den Grund gehen kann. Zwischendurch fordert sie Serena zum Spielen auf. Wenn die „Lady“ in Stimmung ist lässt sie sich auch dazu herab. Es wird sich gegenseitig in die Beine, Ohren oder den Fang gezwickt und man wälzt sich dabei hin und her ohne dass irgend ein Laut zu vernehmen ist. Wir könnten stundenlang dabei zusehen. Zwischendurch hetzt man in einem Affenzahn durch den Garten, nur unterbrochen durch kurze Trinkpausen. Anschließend liegt man einträglich nebeneinander und döst im Halbschatten so vor sich hin, bis das nächste Bienchen auftaucht oder man ein spannendes Geräusch hört.
Jeder Besucher wird mit heftigem Gebell angemeldet, so dass wir niemanden übersehen können. Im ihrem Verhalten merkt man Amélie die Zeit im Breddenberger Haus nicht mehr an. Sie ist Fremden gegenüber erst etwas zurück-haltend, aber das legt sich schnell. Dann lässt sie sich von allen verwöhnen.
Serena entwickelt sich auch prächtig. Es dauert bei ihr viel länger als bei Amélie, aber wir erkennen fast täglich kleine Fortschritte. Fremden gegenüber ist sie weiterhin sehr zurückhaltend, aber sie verkriecht sich nicht mehr so häufig. Man merkt ihr richtig an, dass sie auch dabei sein will. Sie startet dann mehrere Versuche sich den Fremden zu nähern. Jedesmal ein Stückchen näher. Ab und zu, wenn sie sich nicht beobachtet fühlt, stupst sie auch mal kurz mit der Nase an eine Hand. Sie ist viel stärker auf uns fixiert als Amélie und holt sich reichlich Streicheleinheiten ab. Abends, wenn sie uns davon überzeugt hat, dass auch sie mal auf die Couch muss drückt sie sich richtig fest an unsere Körper und schläft mit der Schnauze im Schoß ein. Wir sind immer mehr davon überzeugt, dass sie früher geschlagen wurde. Nähern wir uns mit einem Besenstiel, einem Kochlöffel oder stockähnlichen Gegenständen, weicht sie sofort zurück. Sie wird ihre Ängste wahrscheinlich niemals ganz verlieren, wir sind aufgrund der bisherigen Entwicklung fest davon überzeugt dass sie die Ängste weiter abbauen wird. Leider vertagen beide das Autofahren nicht. Trotzdem springen sie problemlos in den Wagen, wenn es sein muss. Auch längeres Alleinsein im Haus oder Garten ist überhaupt kein Problem. Es sind einfach 2 Traumhunde.
Wir möchten Ihnen auf diesem Wege noch einmal für Ihren aufopfernden Einsatz für all die Tiere danken, denn ohne Sie hätten es speziell unsere Mädchen bestimmt nicht so gut gehabt wie heute. Wir hoffen, dass die „Zwangspause“ Ihrer Gesundheit hilft und noch viele Hunde durch Sie ein schönes zu Hause finden.
Ganz herzliche Grüße aus Mülheim, Marcus, Thomas, Amélie und Serena