24.12.2001
Hallo, Koopmanns,
seit drei Tagen bin ich jetzt hier bei Familie M., deshalb möchte ich
Euch kurz erzählen, wie es mir bisher ergangen ist.
Die Fahrt nach Bad Salzuflen war ganz ok. Ich habe mich einfach ins Auto gelegt und vor mich hin gedöst. Als wir angekommen waren, habe ich als erstes mal die neue Wohnung inspiziert, denn man muss ja wissen, ob alles so bleiben kann, oder ob noch etwas geändert werden muss. Ist aber alles in Ordnung. Nur als ich in der Küche gleich mit den Vorderpfoten auf die Arbeitsplatte gestiegen bin, um auch hier nach dem Rechten zu sehen, fand man das nicht so gut. Das hat man mir auch gleich freundlich, aber bestimmt klar gemacht. Schade, jetzt steht leider nichts Fressbares mehr in erreichbarer Nähe. Aber wer weiß, vielleicht findet sich ja doch noch eine Gelegenheit....
Mit Jacky, dem Hund, komme ich ganz gut klar, die Katze lasse ich auch in Ruhe (sie hält respektvollen Abstand von mir), und die Meerschweinchen interessieren mich überhaupt nicht. Was soll man auch mit diesem Kleinvieh schon anfangen?
Aber eines möchte ich Euch doch noch erzählen: Mit Treppensteigen und an der Leine gehen habe ich ja nun überhaupt nichts im Sinn. Ihr hättet mal sehen sollen, wie meine Familie sich bemüht hat, mir das Treppensteigen beizubringen. Erst haben sie mir die eine Pfote auf die Stufen gestellt, dann die anderen usw. Ich habe mich köstlich amüsiert. Anscheinend hatten sie keine Lust, mich ständig in den Garten, der mir übrigens sehr gut gefällt, zu tragen. Bequeme Leute, wirklich. Heute habe ich mich entschlossen, die Treppen alleine zu bewältigen. Mensch, haben die sich gefreut. Wahrscheinlich kommt dann als nächstes die Leine dran. Ich werde die auch hier erst etwas zappeln lassen, aber dann werde ich ihnen den Gefallen tun. Schließlich soll es hier interessante Spazierwege geben. Ihr seht, ich fühle mich hier sehr wohl, und so nach und nach werde ich die Familie wohl in den Griff kriegen. Ich bin da sehr zuversichtlich.
Abschließend möchte ich mich noch einmal bei Euch dafür bedanken, dass Ihr mich aufgenommen habt und mich wieder gesund gepflegt habt. Das werde ich Euch nie vergessen.
In diesem Sinne wünsche ich Euch beiden, auch im Namen von meiner Familie, ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr.
Ich lasse bestimmt wieder von mir hören.
Viele liebe Grüße, Eure Chrissie